Schwerwettertraining
Schwerwettertraining und mehr   
Schwerwettertraining

Schwerwettertraining-Tiefdrucksystem

Das Schwerwettertraining, das regelmäßig bei Logemann Yachting angeboten wird, konfrontiert den Segler mit ungewohnten Situationen, bedingt durch heftige Wetterbedingungen. Dieses Schwerwettertraining wird in der Regel in der windreichsten Zeit im Frühjahr sowie im Herbst angeboten. Um schweres Wetter vorherzusehen, sollte auf die Entstehung von Tiefdrucksystemen geachtet werden. Beim Schwerwettertraining wird grundlegendes Wissen einmal wieder aufgefrischt und in Extremsituationen angewendet.


Um einen Ausgleich von Druckdifferenzen zu schaffen, strömt Luft aus Gebieten hohen Drucks in Gebiete mit niedrigem Druck. Aufgrund der sogenannten Corioliskraft, die ablenkende Kraft durch die Erdrotation, erfolgt der Luftstrom nicht geradlinig sondern es bildet sich ein spiralförmiger Luftstrom. Diese Spirale nach innen und in die Höhe gedreht, bildet ein Tiefdrucksystem aus. Nach außen sowie zum Boden gedreht wird ein Hochdrucksystem ausgebildet. Die Tiefdrucksysteme gehen in der Regel einher mit Wind, Wolkenbildung, Regen, mit Schnee im Winter, generell mit wechselhaftem, unruhigem Wetter. Das Tiefdrucksystem beinhaltet Isobaren, das sind Linien mit gleichem Luftdruck, die einen Kern umgeben, der wiederum relativ niedrigen Luftdruck aufweist. Die Luft in der Umgebung des Kerns eines Tiefdrucksystems ist instabil. Wärmere, feuchte Luft steigt in die Höhe und wird abgekühlt. Dabei entstehen Wolken und schließlich fällt Regen oder Schnee.


Wenn der Druck des Tiefdrucksystems sehr niedrig ist, dann können sich sogar Stürme bilden. Wie man sein Segelschiff sicher durch den Sturm führt, erlernt man beim Schwerwettertraining mit Logemann Yachting. In gemäßigten Breiten entwickelt sich dieses Tiefdruckgebiet vor allem in Grenzschichten zwischen kalten und warmen Luftmassen mit viel Feuchtigkeit. Erste Anzeichen für ein sich bildendes Tief ist in der Regel eine Störung des Oberflächenwindes im Bereich einer Polarfront. Unter Polarfront versteht man den Grenzbereich zwischen entgegengesetzt strömenden Luftmassen aus polarer Kaltluft und subtropischer Warmluft. Auf dem Satellitenbild ist diese Phase erkennbar an der Bildung dicker Wolken. Dies ist ein Hinweis auf die Bildung von Latentwärme, die Energie liefert um das entstehende Tief in eine Drehbewegung zu versetzen.


Die Grenzen zwischen den warmen und kalten Luftschichten werden verwirbelt. Die jeweiligen sich bildenden Fronten erzeugen Wolkenarten, deren Form typisch ist und entsprechende Indizien für die Wettervorhersage liefern kann. Mit der weiteren Entwicklung des Tiefdruckgebietes schiebt sich warme Luft vermehrt über die davor liegende kalte Luft, die nachfolgende kalte Luft drängt sich zunehmend unter die warme Luft. In beiden Situationen entstehen vermehrt Wolken, Regen und zunehmend Energie die dafür verantwortlich ist, dass der Wind auffrischt. Die Tiefs die nicht an einer Polarfront entstehen, werden sowohl in Lee von Gebirgen gebildet oder in kalter Luft, die sich über warmem Wasser bewegt (Polartief) als auch im Sommer über warmen Landmassen.